Nach den letzten Tagen mit Niederschlägen und niedrigeren Temperaturen hat sich die Situation im Rebberg etwas entspannt. Die letzten Tage und Wochen habe ich damit verbracht den Ertrag zu reduzieren um die Reben zu entlasten. Als Nebenprodukt entstand Verjus, den ich nun wieder in kleinen Mengen anbieten kann.
Die Trauben sind dieses Jahr, bis auf kleinere Hagelschäden an einzelnen Beeren, sehr gesund. Auch ist der Reifeprozess bei meinen Sorten innerhalb des Träubels sehr homogen. Bei anderen Sorten ist dies anscheinend nicht der Fall (z.B. Riesling-Sylvaner), welches die Bestimmung des optimalen Erntetermins und die Weinbereitung erschwert.
Allerdings bereiten mir die bisher hohen Temperaturen — auch in der Nacht — Sorgen. Denn kühle Nächte sind wichtig für die Bildung von Aromen und um den Säureabbau zu hemmen. Denn sonst gibt es süsse, alkoholreiche Weine mit geringem Lagerungspotenzial.
Die aktuellen Wetterprognosen gehen in die richtige Richtung: Es wird vor allem Nachts kühler. So verzögert sich der Erntetermin und der Säureabbau. Es könnte deshalb trotz des Hitzesommers ein toller Jahrgang werden.


