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Wie wird der 2026er?

Nach den letz­ten Tagen mit Nie­der­schlä­gen und nied­ri­ge­ren Tem­pe­ra­tu­ren hat sich die Situa­ti­on im Reb­berg etwas ent­spannt. Die letz­ten Tage und Wochen habe ich damit ver­bracht den Ertrag zu redu­zie­ren um die Reben zu ent­la­sten. Als Neben­pro­dukt ent­stand Ver­jus, den ich nun wie­der in klei­nen Men­gen anbie­ten kann.

Die Trau­ben sind die­ses Jahr, bis auf klei­ne­re Hagel­schä­den an ein­zel­nen Bee­ren, sehr gesund. Auch ist der Rei­fe­pro­zess bei mei­nen Sor­ten inner­halb des Träu­bels sehr homo­gen. Bei ande­ren Sor­ten ist dies anschei­nend nicht der Fall (z.B. Ries­ling-Syl­va­ner), wel­ches die Bestim­mung des opti­ma­len Ern­te­ter­mins und die Wein­be­rei­tung erschwert.

Aller­dings berei­ten mir die bis­her hohen Tem­pe­ra­tu­ren — auch in der Nacht — Sor­gen. Denn küh­le Näch­te sind wich­tig für die Bil­dung von Aro­men und um den Säu­re­ab­bau zu hem­men. Denn sonst gibt es süs­se, alko­hol­rei­che Wei­ne mit gerin­gem Lage­rungs­po­ten­zi­al.

Die aktu­el­len Wet­ter­pro­gno­sen gehen in die rich­ti­ge Rich­tung: Es wird vor allem Nachts küh­ler. So ver­zö­gert sich der Ern­te­ter­min und der Säu­re­ab­bau. Es könn­te des­halb trotz des Hit­ze­som­mers ein tol­ler Jahr­gang wer­den.

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