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Zweimal Silber und eine Goldmedaille!

Ich habe die­ses Jahr erst­mals an der PIWI Inter­na­tio­nal Wine Chall­enge teil­ge­nom­men, bei der aus­schliess­lich Wei­ne aus pilz­re­si­sten­ten Reb­sor­ten zuge­las­sen sind. Ins­ge­samt 359 Wei­ne aus zehn Län­dern wur­den degu­stiert. Ich konn­te mit allen drei mei­ner ein­ge­reich­ten Wei­ne eine Medail­le erzie­len:

2023 Sou­vi­gnier gris Bar­ri­que — Sil­ber mit 90 Punk­ten

2023 Karl Heinz (Cal‑1–28) – Sil­ber mit 88 Punk­ten

2025 Divico Rosé – Gold mit 92.3 Punk­ten

Dar­über freue ich mich sehr! Die Resul­ta­te sind durch­aus ver­gleich­bar mit der Vinum-Bewer­tung im letz­ten Jahr und eine schö­ne Bestä­ti­gung mei­ner Arbeit, und der Unter­stüt­zung durch mei­ne frei­wil­li­gen Hel­fer und Hel­fe­rin­nen. Von allen Wei­nen habe ich noch Lager­be­stän­de!

Mein Divico Rosé kommt offen­bar nicht nur bei mei­nen Kun­den son­dern auch bei inter­na­tio­na­len Wein­ex­per­ten gut an! Er ist auch eine gute Abküh­lung und Erfri­schung bei der aktu­el­len Hit­ze.

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Hitze und Trockenstress

Die letz­ten Tag und Wochen waren sehr her­aus­for­dernd: Sowohl für mich, aber auch für die Reben. Tages­tem­pe­ra­tu­ren von zwi­schen 30–35 Grad ermög­li­chen Laub­ar­bei­ten ent­we­der früh­mor­gens oder nach 17:00. Und selbst dann ist es schweiss­trei­bend! Wäh­rend die mei­sten Reben bis­her mit dem weni­gen ver­blei­ben­den Grund­was­ser aus­kom­men, muss­te ich mei­ne PSR-Reben und die die­ses Jahr gesetz­ten Hasel­sträu­cher regel­mäs­sig wäs­sern. Seit den letz­ten Tagen ist das Blatt­wachs­tum mitt­ler­wei­le etwas ein­ge­schränkt und die Trau­ben haben jetzt Schrot­korn­grös­se. Der Behang ist gut — fast kei­ne Ver­rie­se­lung im Früh­jahr — und auch kei­ne Anzei­chen von ech­tem Mehl­tau sind sicht­bar.

Aber Regen ist drin­gend nötig. Als Vor­sichts­mass­nah­me habe ich mei­nen Blüh­strei­fen Anfang die­ser Woche mul­chen las­sen — eigent­lich 2–3 Wochen frü­her als geplant. Einer­seits gib es auf­grund der Dür­re fast kei­ne Blü­ten mehr und ande­rer­seits möch­te ich die Kon­kur­renz um das weni­ge Grund­was­ser redu­zie­ren.

Auf Anfang näch­ster Woche sind Regen und tie­fe­re Tem­pe­ra­tu­ren ange­kün­digt. Hof­fen wir dass die Pro­gno­sen ein­tref­fen, und zwar idea­ler­wei­se ohne Stür­me, Gewit­ter und Hagel.

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The winner is back

Der Sie­ger-Rosé im letzt­jäh­ri­gen Vinum-Ver­gleich von PIWIs ist ab sofort wie­der als Jahr­gang 2025 ver­füg­bar. Von der Cha­rak­te­ri­stik abso­lut ver­gleich­bar mit dem aus­ver­kauf­ten 2023er Jahr­gang, mit etwas mehr Alko­hol. Ein abso­lu­ter Son­nen­schein- und Som­mer­hit.

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Verjus verfügbar

Seit kur­zem ist mein Ver­jus vom Sou­vi­gnier gris ver­füg­bar. Ver­jus “grü­ner Saft” ist ein Essi­ger­satz der lan­ge in Ver­ges­sen­heit gera­ten ist, aber seit kur­zem wie­der in Gour­met­kü­chen gefragt ist. Er wird auch als Würz­mit­tel oder Zitro­nen­er­satz ver­wen­det. Ich habe die grü­nen Trau­ben Anfang August geern­tet. Danach wur­den sie gepresst; anschlies­send wur­de der Saft pasteu­ri­siert und in Halb­li­ter­fla­schen abge­füllt.

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Altwingerten im Vinum-Test

Nach­dem ich im Mai drei Wei­ne für den VINUM Piwi Con­test 2025 ein­ge­reicht hat­te, erfuhr ich letz­te Woche das Resul­tat: Mein 22er Divico-Rosé wur­de Test­sie­ger in der Kate­go­rie Rosé. Somit hat er es aufs Titel­bild des Arti­kels im Vinum-Heft Juli/August 2025 geschafft.

copy­right Vinum (2025)

Auch mein Karl-Heinz (Cal‑1–28) schaff­te es mit eben­falls 91 Punk­ten auf die Besten­li­ste. Aller­dings ist der 23er bis­her noch nicht im Ver­kauf. Ins­ge­samt ein tol­les Ergeb­nis und eine schö­ne Bestä­ti­gung mei­nes Schaf­fens (und natür­lich auch des Teams vom Bio­wein­gut Lenz, die die­se Wei­ne nach mei­nen Vor­ga­ben gekel­tert haben).

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Altwingerten goes PiOui !!

Seit Ende 2024 arbei­te ich mit Stu­die­ren­den der ZHAW im Master-Lehr­gang Pre­neur­ship for Rege­ne­ra­ti­ve Food Systems zusam­men. Ziel des Pro­jek­tes ist eine Ver­mark­tungs- und Ver­triebs­plat­form für Piwi-Wei­ne auf­zu­bau­en. Damit soll die Sicht­bar­keit von pilz­wi­der­stands­fä­hi­gen Reb­sor­ten bei Kon­su­men­ten erhöht wer­den. Ich bin der Spar­ring-Part­ner und erste Pro­du­zent des hoch moti­vier­ten und krea­ti­ven Pro­jekt­teams. Als Mar­ken­na­me für das Pro­jekt wur­de das Wort­spiel “PiOui” aus­ge­wählt.

Am heu­ti­gen Sams­tag (21. Juni 2025) wur­de das Pro­jekt am Slow Food Mar­ket am Euro­pa­platz in Zürich öffent­lich lan­ciert. Dafür wur­den 60 Fla­schen des 2024er Sou­vi­gnier gris “Bar­ri­que” mit eigens ent­wickel­ten Eti­ket­ten abge­füllt und dem Publi­kum päsen­tiert. In den näch­sten Mona­ten sol­len eine Web­sei­te und wei­te­re Aktio­nen fol­gen.

Go PiOui go!!

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Bedrohte Pilze auf bedrohten Pflanzen

Wie bereits in frü­he­ren Bei­trä­gen erwähnt füh­re ich in Zusam­men­ar­beit mit dem Kan­ton Zürich ein Pro­jekt zur Wie­dersan­sie­de­lung von sel­te­nen und bedroh­ten Wein­berg­pflan­zen durch. Eine der Pflan­zen­ar­ten ist der Acker-Gelb­stern (G. vil­losa). Die­ses Jahr hat­ten eini­ge der Pflan­zen “brau­ne War­zen” auf den Blät­tern.

Acker-Gelb­stern in Blü­te mit Rost­pil­zen

Ich dach­te zue­rest, dass es sich dabei um Schild­läu­se han­del­te, wel­che auf­grund der Trocken­heit im März und April die Blät­ter befal­len haben. Mitt­ler­wei­le hat es sich her­aus­ge­stellt, dass es sich dabei um einen Rost- oder Brand­pilz han­delt. Die­se Pil­ze schei­nen spe­zi­fisch auf dem Acker-Gelb­stern vor­zu­kom­men und sind eben­falls sehr sel­ten. Ich tra­ge somit auch zum Erhalt von bedroh­ten Pil­zen bei.

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Online Wein shoppen und Frühlingserwachen

Seit kur­zem ist mein Online-Shop aktiv. Nun könnt Ihr Wei­ne auch online bestel­len.

Auch im Reb­berg tut sich etwas: Die Hum­meln und Bie­nen sind aktiv, da immer mehr Blu­men in Blü­te sind. Unter ande­rem sind das Ehren­preis, Gän­se­blüm­chen oder Taub­nes­sel. Die Win­ter­lin­ge sind schon seit ca. drei Wochen ver­blüht. Bei den Reben tut sich noch nicht viel. Ein­zel­ne Sou­vi­gnier gris-Reben begin­nen zu trä­nen (oder zu “wei­nen”), was bedeu­tet, dass der Saft­fluss ein­ge­setzt hat.

Aller­dings hof­fe ich, dass der Aus­trieb noch meh­re­re Wochen auf sich war­ten lässt, da die Spät­frost­ge­fahr bis Anfang Mai gege­ben ist. Ich bin seit vor­ge­stern mit dem Anbin­den fer­tig. Nach der inten­si­ven Zeit des Reb­schnit­tes und Anbin­dens ist jetzt wie­der eine Pau­se ange­sagt.

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Subtropisches Dinhard

Der Juni zeigt sich von sei­ner wech­sel­haf­ten Sei­te und in den letz­ten Tagen kam ich mir vor wie in den Tro­pen: Drücken­de Hit­ze gefolgt von hef­ti­gen Regen­güs­sen, wie ich sie von Indo­ne­si­en wäh­rend des Mon­suns ken­ne. Also gera­de­zu idea­le Ver­hält­nis­se für das Pilz­wachs­tum. Bis­her konn­te ich im Reb­berg noch kei­ne Anzei­chen von Pilz­be­fall fin­den, aber die Reben sind in die­sem Sta­di­um (nach der Voll­blü­te) beson­ders gefähr­det. Hin­zu kommt, dass die Pro­gno­se­mo­del­le von Agro­me­teo (https://www.agrometeo.ch/de/weinbau/) nicht unbe­dingt für pilz­wi­der­stands­fä­hi­ge Sor­ten (PIWIs) funk­tio­nie­ren. Gemäss den Model­len ist der Infek­ti­ons­druck für fal­schen (Pero­no­spo­ra) und ech­ten Mehl­tau (Oidi­um) jedoch gera­de ziem­lich hoch.

Um die Sache wei­ter zu ver­kom­pli­zie­ren, sind nach einer kur­zen Wet­ter­bes­se­rung Anfang näch­ster Woche, ab Wochen­mit­te bereits wei­te­re Nie­der­schlä­ge vor­her­ge­sagt. Falls ich also Mon­tag mit Schwe­fel oder Kali­um-Bicar­bo­nat (“Back­pul­ver”) sprit­zen wür­de, so wird der Belag bereits in den fol­gen­den Tagen wie­der vom Regen abge­wa­schen. Die Wirk­dau­er ist daher recht kurz. Lohnt sich also der Auf­wand? Aber ist Zuwar­ten eine gute Stra­te­gie in Anbe­tracht des Pilz­drucks? Wie sehr lässt sich die Resi­stenz mei­ner PIWIs stra­pa­zie­ren?

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Reh-Alarm

Nor­ma­ler­wei­se habe ich eine durch­aus posi­ti­ve Ein­stel­lung zu Rehen. Aller­dings ist mein Ver­hält­nis etwas getrübt, wenn es um mei­nen Reb­berg geht. In den letz­ten Jah­ren hat­te ich immer wie­der Frass­schä­den von Rehen im Früh­jahr. Offen­bar schmecken die jun­gen Reb­trie­be beson­ders gut. Und die Regu­lie­rung der Reh­be­stän­de lässt zu wün­schen übrig.

Die­ses Jahr habe ich trotz diver­sen Abwehr­mass­nah­men die schlimm­sten Schä­den über­haupt. Geschät­ze 50–80 Reben wur­den ange­fres­sen. Lei­der bevor­zu­gen die Rehe gera­de die Trie­be, wel­che aus mei­nen Zap­fen trei­ben. Somit ist der Scha­den mehr­jäh­rig, weil ich im 2025 kei­ne Ruten zum Anschnei­den habe. Das heisst, der dies­jäh­ri­ge Ertrags­ver­lust ist über­schau­bar, aber mein soge­nann­ter Stock­auf­bau ist durch­ein­an­der gera­ten.

Ziem­lich fru­striend, ins­be­son­de­re weil ich nach der Käl­te­pha­se Ende April glaub­te unge­scho­ren davon gekom­men zu sein. Aber die Natur ist immer für eine Über­ra­schung gut.